Allgemeine Diagnostik und Therapie der Hautkrankheiten: Als by Hermann W. Siemens

By Hermann W. Siemens

Angesichts der vielen dermatologischen Lehrbiicher, die schon bestehen, ist meines Erachtens ein Wort der Entschuldigung am Platze, wenn guy ihre Anzahl weiter vermehrt. Die Entschuldigung kann nur darin liegen, daB das neue Lehrbuch sich von den bisherigen wesentlich unterscheidet, in erster Linie durch eine besondere didaktische Idee, die ihm zugrunde liegt. Ich habe es nun seit demBeginn meiner Lehrtatigkeit immer als einen Mangel empfunden, daB dem Studenten kein Lehrbuch der Hautkrankheiten zur Ver fiigung steht, das ihn mit den Grundlagen unseres Faches intestine vertraut macht. Allerdings kann guy in den meisten Lehrbiichern ein einleitendes Kapitel hier iiber finden. Dieses ist aber meistens sehr gedrangt und auBerdem nur ganz ungeniigend oder gar nicht mit Bildern versehen. Gute Bilder sind aber die unerliiBliche Vorbedingung, besonders fiir den Anfanger, wenn er von dermato logischen Erscheinungen eine richtige Anschauung gewinnen will. Ich habe darum seit mehr als 20 Jahren Hautkrankheiten in der Weise picture graphieren lassen, daB sie speziell fiir den Unterricht in der allgemeinen Derma tologie geeignet sind. An Hand dieser pictures habe ich nun versucht, eine Ein fiihrung in die Dermatologie zu schreiben, mit deren Hilfe sich der Leser gewisser maBen in unser Fach hineinleben kann. Bei der Benennung und Abgrenzung der Efflorescenzen muBte ich mehrfach eigene Wege wandeln, weil notwendige Termini fehlten oder die gebrauchlichen Definitionen zu ungenau waren. Noch gri: iBere Selbstandigkeit conflict bei der Bearbeitung der allgemeinen Therapie ni: itig; das Kapitel iiber "Die Anwendung der Mittel" beruht ganz auf eigenen klinisch-experimentellen Studien.

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42). Analog laBt sich gelegentlich auch beim Erythem ein Ubergang zur Blasenbildung beobachten. Beim Erythema exsudativum (= vesiculosum) multiforme gehen die Erytheme haufig in elevierte urticarielle Scheiben iiber, in deren Zentrum sich die Fliissigkeit in einem Hohlraum sammelt. 106). Als Vesiculae (Blaschen) bezeichnet man Effiorescenzen, die einen mit klarer Fliissigkeit gefiillten, mit freiem Auge wahrnehmbaren Hohlraum besitzen Efflorescenz. 43). Da sich die Fliissigkeit in einem Hohlraum nach allen Seiten gleichmaBig auszudehnen sucht, sind die Vesiculae kugelig geformt.

Sie sind im Zentrum nicht hoher als in der Peripherie, ofters sogar - infolge zentraler Heilung - eingesunken. 39. Papeliihnliche Urtica (Urtica papuloides) am Arm (Urticaria). gen, deren Rander unscharf sind ("Urtica profunda"). Die Urtica fiihlt sich ziemlich derb an, sie ist prall und nicht eindriickbar. Bilden sich analoge cutan-subcutane HautOdeme aber an Stellen mit sehr lockerer Cutis, wie an Augenlidern, Lippen oder Genitalien, dann entstehen kugelig vorspringende, etwas durchscheinende, oft monstrose Schwellungen (Abb.

73) oder eingeschniirt sein, oder sie konnen selbst einem Stiel aufsitzen und, wenn dieser lang ist, pendeln (Abb. 74). Sie konnen auch fadenformig verlangert sein (filiforme Papel, Abb. 75), mit oder ohne Verhornung an der Spitze. Liegen sie im Hautniveau, so konnen sie auf den ersten Blick als Fleck erscheinen, sich aber bei naherer Betrachtung doch als Papel erweisen, wie das beim "Lupusfleck" der Fall ist, der sich bei Diaskopie transparent, bei Sondendruck weniger konsistent als die umgebende Haut erweist, und der folglich auch dann, wenn er nicht eleviert ist, besser nicht als Fleck (Macula) , Abb.

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